Gebäude werden immer digitaler. Sensoren erfassen Energieverbräuche, Systeme kommunizieren miteinander und künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten für Planung, Betrieb und Nutzererlebnis. Trotzdem bleibt eine entscheidende Frage offen: Wann werden Gebäude nicht nur vernetzt sein, sondern ihre Daten wirklich nutzen, um intelligent zu handeln?
Mit genau dieser Frage beschäftigt sich Florian Laurisch, Gründer und Geschäftsführer von Cognivity, in seinem zweiten Fachvortrag bei BUILTWORLD. Unter dem Titel „Smart Building war gestern: KI kann alles. Wann beginnt das Gebäude selbst zu denken?“ geht es um die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz im Gebäudekontext und darum, was heute noch zwischen technologischer Vision und funktionierender Praxis liegt.
Zwischen Smart Building und echter Intelligenz
Ein modernes Gebäude erzeugt eine enorme Menge an Daten. Gebäudetechnik, Sensorik, Zutrittssysteme, Arbeitsplatzanwendungen und Energiemanagement liefern Informationen, die zusammen ein wesentlich genaueres Bild des Gebäudebetriebs ermöglichen könnten.
In der Praxis bleiben diese Informationen jedoch häufig in getrennten Systemen. Schnittstellen fehlen, Daten sind nicht einheitlich verfügbar und Verantwortlichkeiten verlaufen über unterschiedliche Gewerke und Organisationen hinweg. Dadurch wird Potenzial verschenkt, noch bevor künstliche Intelligenz überhaupt sinnvoll eingesetzt werden kann.
Denn ein Gebäude wird nicht allein dadurch intelligent, dass KI zum Einsatz kommt. Entscheidend ist, ob die technischen Systeme zusammenspielen, die Daten zuverlässig verfügbar sind und daraus tatsächlich bessere Entscheidungen entstehen.
Genau hier setzt die Diskussion an. Welche digitale Grundlage braucht ein Gebäude, damit KI einen messbaren Mehrwert liefern kann? Wo kann sie den Betrieb bereits verbessern? Und wie lässt sich unterscheiden, ob eine Anwendung tatsächlich neue Fähigkeiten ermöglicht oder lediglich bestehende Automatisierung neu verpackt?
Warum die digitale Grundlage entscheidend ist
Für Eigentümer, Projektentwickler und Betreiber geht es dabei um weit mehr als eine technologische Neuerung. Eine durchgängige digitale Infrastruktur kann dazu beitragen, Energieverbräuche transparenter zu machen, Betriebsabläufe zu verbessern und Services stärker an den Bedürfnissen der Menschen auszurichten, die ein Gebäude täglich nutzen.
Dafür müssen Gebäudetechnik, IT, IoT, Cloud-Anwendungen und Datenplattformen als zusammenhängendes System betrachtet werden. Die entscheidenden Weichen werden bereits bei der Planung und Systemarchitektur gestellt. Was dort nicht berücksichtigt wird, lässt sich später häufig nur mit zusätzlichem Aufwand korrigieren.
Die zentrale Frage lautet deshalb nicht nur, was KI heute leisten kann. Ebenso wichtig ist, ob unsere Gebäude technisch und organisatorisch überhaupt bereit dafür sind.
Jetzt den Vortrag bei BUILTWORLD ansehen
Die Aufzeichnung von Florian Laurischs Vortrag ist online verfügbar. Der Zugang erfolgt über eine kostenlose Registrierung bei BUILTWORLD. Das lohnt sich auch über diesen einzelnen Beitrag hinaus, denn die Plattform veröffentlicht regelmäßig Fachvorträge und Diskussionen zu aktuellen Entwicklungen rund um Planung, Bau, Betrieb, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
Hier den Vortrag bei BUILTWORLD ansehen
Wer sich intensiver mit den Inhalten beschäftigen möchte und Interesse an den Präsentationsfolien hat, kann eine Anfrage an info@cognivity.com senden. Alternativ bietet sich die direkte Vernetzung mit Florian Laurisch über sein LinkedIn-Profil an.

Denn die Zukunft intelligenter Gebäude entscheidet sich nicht allein an den Möglichkeiten neuer Technologien. Sie entscheidet sich daran, wie gut wir diese Technologien zu einem funktionierenden Ganzen verbinden.