Für cube berlin am Washingtonplatz – eines der intelligentesten Bürogebäude Europas – verantworteten wir für den Kunden die Softwareintegration und Digitalisierung der technischen Gebäudeausrüstung: von IoT-Sensorik und Aktorik über Edge- und Cloud-Integration bis hin zur intuitiven Gebäude-App für Mieter, Betreiber, Servicepartner, externe Dienstleister und den täglichen Betrieb.
Herausforderung
Cube Berlin gilt als eines der ersten vollständig digital gedachten Smart Commercial Buildings überhaupt. Für den Bauherrn bedeutete das: höchste architektonische Ansprüche, ein eng getakteter Bauablauf und parallel der Aufbau einer durchgängig vernetzten Gebäudetechnik von der Tiefgarage bis zur Dachterrasse. Zehntausende Sensoren, Aktoren und IoT-Devices sollten in Echtzeit Daten liefern, damit das Gebäude aus der Nutzung lernt.
Heizung, Kühlung, Verschattung, Zutritt, Aufzüge, Arbeitsplatz-Services und Energie-Monitoring sollten sich nahtlos in einer digitalen Infrastruktur verbinden und später über eine einzige App für Nutzer und Betreiber erlebbar werden. Unterschiedliche Hersteller, Kommunikationsprotokolle und Sicherheitsanforderungen mussten zu einem stabilen, erweiterbaren Gesamtsystem integriert werden, ohne die Flexibilität des Multi-Tenant-Konzepts einzuschränken.
Gleichzeitig mussten Datenschutz, Ausfallsicherheit und Leistungsfähigkeit der IT- und OT-Netzwerke frühzeitig in der Bauphase mitgedacht werden. Gefragt war ein Partner, der Baustelle, Fachbauleiter, Gebäudetechnik, Softwareentwicklung, Cloud-Infrastruktur, Datenschutz und Cybersecurity versteht – und alle Gewerke zu einer klar gesteuerten, risikoarmen Digitalisierungsreise mit transparenten Kosten und klaren Verantwortlichkeiten orchestriert.
Lösung
Wir verantworteten im cubeberlin zentrale Aufgaben in der Softwareintegration und Digitalisierung der technischen Gebäudeausrüstung sowie in der Entwicklung der Gebäude-App. Grundlage war eine ganzheitliche Zielarchitektur, die IoT-Feldgeräte, Automation, Edge-Server, Gebäudenetzwerk, Cloud-Plattform und mobile Endgeräte in einem durchgängigen Daten- und Sicherheitskonzept vereinte.
Gemeinsam mit Bauherr, Fachplanern und ausführenden Gewerken setzten wir alle relevanten Use Cases strukturiert in Betrieb – von Zutritt und Parkplatz über Klima, Licht, Aufzüge und Besuchersteuerung bis hin zu Service- und Störungsmeldungen. Darauf aufbauend wurden Schnittstellen standardisiert, Gateways und Protokolle harmonisiert und ein zentrales Integrationslayer gestaltet, das die Daten aus tausenden Sensoren und Aktoren in Echtzeit zusammenführt.
Während der Bau- und Inbetriebnahmephase koordinierten wir das Zusammenspiel der beteiligten Gewerke, erstellte standardisierte Testszenarien, koordinierte Abnahmen und die Übergabe in den IT-Regelbetrieb – integriert in die Übernahme des Gebäudebetriebs durch das Facility Management. Parallel wurde in einem userzentrierten Prozess die Gebäude-App konzipiert und entwickelt: mit intuitiven Funktionen für Mieter (Komfort, Services, Community) und klaren Dashboards für Betreiber (Energie, Ressourcen, Technisches Anlagen, Flächen).
Zusätzlich etablierten wir klare Betriebs- und Governance-Prozesse, definierte Rollen, Verantwortlichkeiten und SLAs und schulte Betreiber- sowie Serviceteams im Umgang mit der neuen digitalen Infrastruktur. Für den Bauherrn reduziert sich damit die Komplexität auf einen verantwortlichen Ansprechpartner, während das Gebäude als offene, updatefähige Plattform weiterentwickelt werden kann – ein entscheidender Vorteil in einem Markt, in dem sich Nutzererwartungen, ESG-Anforderungen und Technologien ständig verändern.
Das Ergebnis ist eine skalierbare Smart-Building-Plattform, die den ikonischen cube berlin weit über die Eröffnung hinaus zukunftsfähig macht: Neue Services lassen sich schnell integrieren, Betriebsprozesse werden datenbasiert optimiert, und Nutzer erleben das Gebäude als lebendigen, mitdenkenden Arbeitsplatz – statt als komplexes Technikprojekt im Hintergrund. Genau dieses Setup können auch Sie für kommende Smart-Building- oder Campus-Projekte nutzen – wie es in weiteren Gebäuden der CA-Immo u.a. ONE und GRASBLAU erfolgreich zum Einsatz kam.



